Kilimanjaro-Traversierung, sog. Machame-Route,
(Hinweis: Diese Reise wird bis auf Weiteres nicht mehr als Gruppenreise durchgeführt,
Begründung siehe Nachfolgend)

Dezember 2000:
Nachdem die Kontingentierung auf der Marangu-Route (= Normalroute) in den vergangenen zwei Jahren sehr gut funktioniert und nur noch rund 60 Touristen pro Tag die Normalroute begehen dürfen, zudem vorgängig eine nicht rückerstattbare Anzahlung pro Person von 30 $ zu leisten ist, weichen je länger je mehr Anbieter auf die bis vor wenigen Jahren sehr selten begangene Machame-Route aus. Diese Route ist deshalb mittlerweilen stärker frequentiert als die Normaroute, bietet dabei aber eine wesentlich schlechtere Infrastruktur (Zeltplätze) als die Normalroute, verbunden mit einem - der Lage wegen - erhöhtem Niederschlagsrisiko. Dementsprechend sind auch die vorzufindenden Zustände vor Ort.

Die Anforderungen an die Teilnehmer, sofern die Original Machame-Route mit Aufstieg über Western Breach und nicht über Barafu/Stella Point gewählt wird, sind zudem einiges grösser als bei der Normalroute. Deswegen weichen auch die meisten Anbieter auf den Aufstieg via Barafu aus, der einfacher ist, jedoch nicht mehr die Traversierung des Gipfels beinhaltet wie die Original Machame-Route.

Nachdem der Hauptgrund für die Buchung der Machame-Route vor allem der Reiz der Einsamkeit ausmachte (verbunden mit der speziellen Gipfeltraversierung) die Normalroute aber landschaftlich genauso attraktiv ist, habe ich deshalb beschlossen, die Machame-Route vorderhand nicht mehr als Gruppenreise anzubieten. Ausschlag dafür gab, dass im Jahr 2000 zudem die Route für den Abstieg geändert worden ist (durch Kilimanjaro Nationalparkverwaltung) und nun nicht mehr auf der attraktiven Normalroute abgestiegen werden kann, sondern in einem Talkessel parallel der Machame-Route, der sehr steil ist und zweitens landschaftlich viel weniger attraktiv ist als der Abstieg über die Normalroute.

Gerne organisiere ich Ihnen diese Route aber auf Wunsch ab 2 Personen individuell, wobei ich Ihnen als Alternative den Aufstieg über die relativ unberührte Lemosho-Route ans Herz legen möchte, sofern Sie etwas "Einsames" suchen.

 

 

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Shira-Hütte mit Blick auf Gipfelmassiv des Kilimanjaros (von Westen) .
In der Nähe errichten wir unser 2. Camp auf ca. 3800 m Höhe.

Diese Route wird von mir nicht regelmässig als Gruppenreise durchgeführt, durchschnittlich nur alle zwei bis drei Jahre. Aufgrund der fehlenden Infrastruktur, es muss in Zelten übernachtet werden, wird die westlich der Hauptroute entlang führende Machame-Route auch seltener begangen. Zudem ist sie bezüglich Gipfeletappe anstrengender als der Aufstieg über die Normalroute.

Der gesamte Aufstieg ist kilometermässig jedoch rund ein Viertel kürzer als derjenige der Normalroute, da er direkter zum Gipfel führt und gleichmässiger ansteigt. Allerdings können die ersten 4 Tage bis auf 4800 m Höhe aufgrund des gemächlichen Tempos und der eher kurzen Laufdistanzen (ausser am 1. Tag) nicht als streng bezeichnet werden.

Der Gipfeltag führt die letzten zwei Drittel direkter zum Kraterrand und bietet weniger Möglichkeiten zum zick-zack-Laufen als die Normalroute. Auch kann man sich nicht mit der Erreichung des Kraterrandes zufrieden geben, sondern - es handelt sich um die eigentliche Traversierung des Gipfels - muss danach via Uhuru-Peak (5895 m) den Rückmarsch über die Normalroute antreten.

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Aktiver Mithilfe ist gefragt beim Zeltaufbau, denn auf dieser Route
wird gezeltet, und nicht in Hütten übernachtet.

Die Vegetation ist vergleichbar mit derjenigen der Normalroute, es hat aber weniger Leute. Auch diese Route bietet keine nennenswerten technischen Schwierigkeiten, hat jedoch kurz unter dem Gipfel einige kürzere Passagen, wo man ganz leicht klettern (besser würde man sagen: kraxeln) muss. Diese Passagen lassen sich jedoch auch durch nicht-Bergsteiger problemlos meistern, bedingen allerdings etwas Trittsicherheit und schwindelfreiheit.

Die vorhandenen Hütten sind in schlechtem Zustand und sehr klein, weshalb in den von uns mitgeführten, guten Zweier-Igluzelten übernachtet wird. Zusätzlich benötigen Sie eine Trekking-Matratze (kann gemietet werden) sowie einen guten Schlafsack, womit es sich bequem und gut schlafen lässt.

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Blick hinunter von rund 5000 m Höhe. Gut zu sehen die Schneefelder,
welche bei der Machame-Route gelegentlich auch noch in der
ansonsten besten Besteigungszeit (Januar bis März) vorhanden sein können,
und deshalb höhere Anforderungen stellen als die Normalroute.

Wie bei der Normalroute steht auch hier ein persönlicher Träger zur Verfügung, der das untertags nicht benötigte Gepäck mitträgt. Weitere Träger sind für die Mitnahme der Zelte, der Küche und der sonstigen Ausrüstung verantwortlich. Sie selbst tragen einzig einen leichten Tagesrucksack mit 5 - 7 kg Inhalt auf sich, gleich wie bei der Normalroute.

Reiseablauf Machame-Route:

1. Tag: Am Morgen Flug mit KLM-Linienflug von Zürich/Kloten via Amsterdam zum Kilimanjaro International Airport in Tanzania, wo wir am Abend landen. Danach rund einstündige Fahrt bis nach Marangu, einem idyllisch gelegenen Dorf am Fusse des Kilimanjaros inmitten fruchtbarer Bananen- und Kaffee-Plantagen. Übernachtung im Marangu-Hotel (1320 m.ü.M.).

2.Tag.: Ruhetag in Marangu. Von unserem parkähnlich angelegten Hotel aus geniessen wir die herrliche Aussicht auf den Kilimanjaro. Möglichkeit zum Besuch Bummel durch’s Dorf, Übern Marangu-Hotel.

3. Tag: Zweieinhalbstündige Fahrt zum Parkeingang beim Bauerndorf Machame auf ca. 1900 m Höhe. Beginn des Aufstiegs, 1. Etappe ca. 5 Std., Zeltübernachtung auf 3000 m Höhe bei der Machame-Hütte.

4. Tag: Machame-Hütte - Shira-Hütte (3800 m), ca. 5 ½ Std., Zeltübernachtung.

5. Tag: Shira-Hütte - Moir-Hütte (4050 m), ca. 2 Std., am Nachmittag Ausflug in die nähere Umgebung.

6. Tag: Moir-Hütte - Lava Tower (4750 m), ca. 4 ½ Std., Zeltübernachtung.

7. Tag: Gipfeletappe, Beginn nachts gegen 03.00 Uhr, Erreichung Kraterrand nach 5 - 7 Std., von da aus ca. 1 Std. zum Uhuru-Peak (5895 m), anschl. Abstieg über Normalroute via Kibo-Hütte zu den Horombo-Hütten (3780 m), ca. 6 Std., Zeltübernachtung Horombo.

8. Tag: Horombo-Hütten - Parkeingang (1860 m), ca. 7 Std., anschl. Fahrt, ca. 10 Min., ins Marangu-Hotel zur Übernachtung.

9. Tag: Ab hier gleicher Ablauf und gleiche Möglich keiten wie bei der Normalroute.

Hinweis: Die Machame-Route kann ebenfalls individuell (ab 2 Personen) gebucht werden.
Verlangen Sie hierzu die separate Preisliste.